Klosterstollen
In der Bergarbeiterstadt Barsinghausen worde ueber 100 Jahre lang industriell Kohle abgebaut. Die Wealden Steinkohle war fuer den Industriebetrieb in der Region Hannover von entscheidener Bedeutung und wurde so mehrere Jahrzehnte gefördert. Der 1. Schacht des Klosterstollen Barsinghausen wurde im Jahr 1888 angelegt, woraus sich eine Zechanlage bildete, welche neben 3 weiteren Schächten die Kohlewäsche, eine Halde, ein Kessel- & Maschinenhaus sowie dem heute noch vorhandenen Zechensaal mit Kaue beinnhaltete. (Blick auf altes Zechengelände um 1910)
Der Klosterstollen Barsinghausen, umgangssprachlich auch Deister Kohle Pfad soll die Geschichte des Bergbaues der seit 1831 in Barsinghausen besteht dokumentieren & durch geführte Wanderungen informieren.
Zur Jahrhundertwende waren geschätzte 50% der Bevölkerung in und um Barsinghausen wirtschaftlich auf die Kohleförderung angwiesen. Durch die technische Revolution folgten alsbald eine Eisenbahnanbindung sowie ein festes Stromnetz, wodurch Barsinghausen sich immer weiter zu einer Industrie Stadt empor schwang. Um das Jahr 1910 zählte Barsinghausen etwa 5000 Einwohner. Fast die Hälfte der Bewohner war unmittelbar vom Bergwerk abhängig, worauf mit Krediten des Bergwerks sogenannte Bergmannsiedlungen entstanden. Viele Bergleute bewirtschafteten zusätzlich, neben ihrer Arbeit auf der Zeche (Klosterstollen Barsinghausen) etwas Land und hielten eigenes Vieh. Eine Ortsstatistik zählte zum damaligen Zeitpunkt 510 Ziegen & 735 Schweine.
Lange jedoch vor der Jahrhundertwende entwickelte sich das Bergwerk zu einem Großbetrieb. Als im Jahre 1869 die erste Kohle gefördert wurde, arbeiteten bereits ca. 428 Beschäftigte über und unter Tage. Bereits 5 Jahre später stieg die Zahl auf über 1070 an und im Jahre 1906 arbeiteten ca. 1675 Menschen in der Zeche. Der Kohleabbau hatte sich nun jedoch vom Klosterstollen auf die 2 Tiefbausohlen verlagert, da das Vorkommen hier viel ergiebiger war. Über Klosterstollen in Barsinghausen sind 1905 “nur” 28.000 Tonnen gefördert worden – wobei Schacht I bei 327.000 Tonnen lag. (Blick auf altes Zechengelände um 1906)
Nach Ende des 2. Weltkrieges war der Klosterstollen Barsinghausen Bergbaustandort einer der ersten, welcher auf Grund fehlender technischer Investitionen & Modernisierungen still gelegt wurde. Die Abbaustrecken aus den Jahren 1869-1921 wurden daraufhin, neben dem eigentlichen Stollen, für die Besucher begehbar gemacht.
